Verwaltungsdurchklick

Pflege von Angehörigen

Was ist zu tun, wenn Beschäftigte wegen häuslicher Pflege von Angehörigen für kurze oder längere Zeit ganz oder teilweise ausfallen? Bereits jetzt werden mehr als zwei Drittel der Pflegebedürftigen zu Hause durch Angehörige und/oder ambulante Dienste versorgt. Schon im Jahr 2008 wurde mit dem Pflegezeitgesetz eine verbindliche Rechtsgrundlage geschaffen. Durch die Einführung der Familienpflegezeit wurden 2011 die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege weiter verbessert (Familienpflegezeitgesetz). Informationen zu den neuen gesetzlichen Regelungen seit dem 1. Januar 2015 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Broschüre "Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf - Neue gesetzliche Regelungen seit dem 1.1.2015" zusammengestellt.

Durch die Folgen des demografischen Wandels ist es erforderlich, sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, wie sich Pflege und Beruf besser miteinander vereinbaren lassen. Indem Unternehmen frühzeitig geeignete Angebote schaffen, binden Sie qualifizierte Fachkräfte langfristig an das Unternehmen.

Hinweis: Einen grundlegenden Einstieg in das Thema „Pflege“ bietet die Broschüre „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Wie Unternehmen Beschäftigte mit Pflegeaufgaben unterstützen können“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Innerhalb der Rhein-Neckar-Region stellt die „Notfallmappe Hessen“ ein gelungenes Beispiel dar.

In der Metropolregion Rhein-Neckar wird die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege groß geschrieben. Aus diesem Grund wurde ein Praxisleitfaden „Pflegefall – Was nun?“ mit hilfreichen Tipps zusammengestellt, den Unternehmen bei Interesse gegen eine Schutzgebühr unter www.m-r-n.com/publikationen oder telefonisch (0621-12987-48) beziehen können.

Mit dem Kompetenztraining Pflege, das die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Familienfreundliche Unternehmen“ initiierte und von der „ElderCare-Steinfeld“ umgesetzt wird, werden Arbeitnehmer, die pflege- oder hilfebedürftige Angehörige im häuslichen Umfeld betreuen, bei der besseren Vereinbarkeit dieser Herausforderung mit dem Berufsleben unterstützt. Während die Partnerunternehmen anteilig die Kosten für die Schulung ihrer Mitarbeiter übernehmen, koordiniert die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH als neutrale Plattform z.B. das Teilnehmermanagement oder die Bereitstellung von Informationsmaterialien.

Zudem hat die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH in Kooperation mit „ElderCare-Steinfeld“ ihr Angebot für Unternehmen um die Schulung zu „Betrieblichen Pflege-Guides“ erweitert. Nähe Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und eine Zusammenfassung aller Hilfestellungen der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH für Unternehmen, inklusive der fünf wichtigsten Maßnahmen, mit denen Unternehmen helfen können, finden Sie in der Broschüre Hilfe beim Helfen.

    Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Familienpflegezeit

    Am 1. Januar 2015 ist das neue Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Kraft getreten. Dadurch können Beschäftigte nun nicht nur für sechs Monate vollständig oder teilweise aus dem Job aussteigen, sondern haben auch einen Rechtsanspruch auf eine teilweise Freistellung von bis zu 24 Monaten Familienpflegezeit bei einer Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden.

     

    Vom neuen Familienpflegezeitgesetz profitieren nicht nur Beschäftigte, sondern auch Arbeitgeber, die dadurch qualifizierte und eingearbeitete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen binden können.

     

    Die Wirtschaft wird durch das neue Gesetz entlastet, da das Darlehen nicht mehr über den Arbeitgeber in Abhängigkeit von der Aufstockung des Arbeitsentgelts aus einem Wertguthaben und über den Abschluss einer Familienpflegezeitversicherung gewährt wird. Mit der neuen Regelung wird das zinslose Darlehen über das BAFzA direkt an die Beschäftigten ausgezahlt.

     

    Hinweis: Die Broschüre "Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf - Neue gesetzliche Regelungen seit dem 1.1.2015" informiert über das Thema „Familienpflegezeit“ auch aus Sicht von Unternehmen:

  • Pflegestützpunkte

    Pflegestützpunkte: Ansprechpartner für weitere Fragen zur Beantragung von Leistungen zur Behandlung von Erkrankungen, Hilfe bei der Pflege und zur Altenhilfe sind als Folge des Pflegezeitgesetzes die Pflegestützpunkte (PSP). Die PSP verstehen sich als örtliche Anlaufstellen für Pflegebedürftige bzw. deren Angehörigen sowie für Arbeitgeber.

     

    Hinweis: Der Bund und die drei Länder informieren auf ihren Portalen im Internet über Pflegestützpunkte in der jeweiligen Region:

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.