Verwaltungsdurchklick

Nachzug von Familienangehörigen

Für die Entscheidung eines ausländischen Arbeitnehmers, nach Deutschland zu kommen und hier eine Tätigkeit aufzunehmen, spielen die Möglichkeiten des Familiennachzugs sowie die beruflichen Perspektiven des Ehe- bzw. Lebenspartners in Deutschland häufig eine ausschlaggebende Rolle. 

Finden Sie hier einige allgemeine Informationen über die Möglichkeiten des Familiennachzugs.  

Unter Familiennachzug ist sowohl die gleichzeitige Einreise der Familienangehörigen mit dem ausländischen Arbeitnehmer als auch der Nachzug der Familienangehörigen zum sich bereits in Deutschland befindenden ausländischen Arbeitnehmer zu verstehen. Rechtliche Unterschiede zwischen zeitgleicher oder späterer Einreise von Familienangehörigen bestehen nicht.  

Familienangehörige sind der Ehe- bzw. Lebenspartner und die Kinder des ausländischen Arbeitnehmers. 

Beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Nachzug von Ehepartnern bzw. Lebenspartnern

    Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner haben grundsätzlich einen Anspruch auf Familiennachzug. Partner aus einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft haben diesen Anspruch nicht.

    Voraussetzung für den Familiennachzug ist, dass beide Ehe- bzw. Lebenspartner mindestens 18 Jahre alt sind und sich der nachziehende Ehegatte zumindest in einfacher deutscher Sprache verständigen kann. (Ausnahmen vom Erfordernis einfacher deutscher Sprachkenntnisse gelten für Familienangehörige von Forschern und Hochqualifizierten).  

  • Nachzug von Kindern

    Auch minderjährige, ledige Kinder haben grundsätzlich einen Anspruch auf Familiennachzug.

    Voraussetzung für den Nachzug ist, dass der Lebensmittelpunkt gemeinsam mit den Eltern (oder dem personensorgeberechtigten Elternteil) nach Deutschland verlegt wird und dass ausreichender Wohnraum für die familiäre Lebensgemeinschaft vorhanden ist.  

  • Hinweise zum Integrationskurs für nachziehende Familienangehörige

    Als Nicht-EU-Bürger haben die Familienangehörigen grundsätzlich einen gesetzlichen Anspruch auf einmalige Teilnahme an einem Integrationskurs. Der Teilnahmeanspruch ist an die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis für bestimmte Aufenthaltszwecke gebunden und setzt einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland voraus. Wenn die Familienangehörigen also nur für eine begrenzte Zeit nach Deutschland kommen, besteht kein Teilnahmeanspruch. Ein Teilnahmeanspruch ist auch dann nicht gegeben, wenn geringer Integrationsbedarf besteht, so z.B. bei Familienangehörigen mit Hochschulabschluss.

     

    Weitere Informationen zum Integrationskurs finden Ihr Arbeitnehmer und seine Familienangehörigen auf dem Integrationsportal des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

  • Wissenswertes über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

    Wissenswertes über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Rhein-Neckar Region findet Ihr Arbeitnehmer auf der Internetseite der Metropolregion Rhein-Neckar zum Forum Vereinbarkeit Beruf und Familie.

     

    Interessiert sich Ihr Arbeitnehmer mit Familiennachzug für Kinderbetreuungsangebote, kann er sich an die Kinderbetreuungsdatenbank der Metropolregion Rhein-Neckar wenden.

  • Wissenswertes zu Dual Career

    Sind Sie interessiert an der Möglichkeit der Etablierung von Dual Career-Angeboten in Ihrem Unternehmen? Informieren Sie sich näher auf den Seiten des Dual Career-Netzwerkes der Metropolregion Rhein-Neckar und kontaktieren Sie gerne die dort genannten Ansprechpartner.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

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