Verwaltungsdurchklick

Internationaler Personalaustausch (Intra-Company-Transfer)

Eine qualifizierte Fachkraft, die eine Hochschul- oder Fachhochschulausbildung oder eine vergleichbare Qualifikation besitzt und an einem ausländischen Standort Ihres Unternehmens arbeitet, soll für gewisse Zeit an den deutschen Unternehmensstandort entsandt werden?  

Für die Arbeitsaufnahme innerhalb eines Unternehmensverbundes gelten privilegierte Regelungen. 

Lesen Sie nachfolgend, welche Besonderheiten beim internationalen Personalaustausch zu beachten sind.

Wählen Sie hier je nach Staatsangehörigkeit die zutreffende Personengruppe aus:

  • Nicht-EU-Bürger

    Zur Einreise und Beschäftigung benötigt Ihr Arbeitnehmer aus einem Drittstaat ein nationales Visum, mit dem die Arbeitsaufnahme unmittelbar nach der Einreise stattfinden kann.

    Für einen solchen Visumantrag im Rahmen eines Personalaustausches besteht die Möglichkeit eines Sonderverfahrens. 

    Als Arbeitgeber können Sie selbst die Zustimmung der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) einholen, während Ihr Arbeitnehmer den Visumantrag bei der Auslandsvertretung stellt.

    Für die Fallgruppe des internen Personalaustausches ist deutschlandweit ein spezielles Team der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) mit Sitz in Bonn zuständig.

    Zur Erleichterung des Verfahrens treten Sie als Arbeitgeber direkt an das ZAV-Team heran und beantragen eine Arbeitsmarktzulassung für Ihren ausländischen Arbeitnehmer.

    Dafür reichen Sie für den ausländischen Arbeitnehmer folgende Unterlagen bei der ZAV ein:

    • Formblatt Stellenbeschreibung: Stellenbeschreibung für Aufenthaltstitel zur Beschäftigung (Personalaustausch, § 31 Beschäftigungsverordnung). Das Formblatt ist mit Kopien (Lebenslauf, Qualifikation) zu versehen;
    • ggf. (einmal jährlich): aktueller Geschäftsbericht / Übersicht über den Unternehmensverbund. Als Arbeitgeber müssen Sie einmal im Jahr einen Geschäftsbericht oder einen anderen geeigneten Nachweis vorlegen, aus dem der Unternehmensverbund zumindest zwischen dem entsendenden und dem aufnehmenden Unternehmensteil hervorgeht;
    • ggf. (einmal jährlich) eine Liste namentlicher Mitarbeiterentsendungen.

     

    Sobald Sie die Unterlagen eingereicht haben, prüft die ZAV die Zulassungsvoraussetzungen und übermittelt ihre Zustimmung zur Beschäftigung an die Ausländerbehörde (falls diese im Visumverfahren zu beteiligen ist) bzw. an die Visastelle.

    Weitere Informationen zum Internationalen Personalaustausch finden Sie in einem Merkblatt der BA.

     

    Wichtig: Die Zustimmung kann für eine Beschäftigung für eine Dauer von maximal drei Jahren erteilt werden. Eine erneute Beschäftigung im Rahmen eines Personalaustausches kann erst nach einem zeitlich angemessenen Aufenthalt im Ausland zugelassen werden.

     

    Nach der Einreise in Deutschland muss Ihr Arbeitnehmer sich innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde seines neuen Wohnortes anmelden.

    Vor Ablauf des Visums muss der Beschäftigte bei der für seinen Wohnort zuständigen Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.

  • Ausnahmeregelungen für Bürger aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika

    Staatsangehörige aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika können visumfrei in das Bundesgebiet einreisen. Sie müssen eine Aufenthaltserlaubnis mit Berechtigung zur Arbeitsaufnahme bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragen.

     

    Beachten Sie: Eine Arbeitsaufnahme darf erst dann erfolgen, wenn die Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung erteilt wurde. Dies bedeutet zwangsläufig, dass für die Zeit des Antragsverfahrens keine Beschäftigung stattfinden kann. Um eine Arbeitsaufnahme direkt nach der Einreise zu ermöglichen, ist es empfehlenswert, dass Arbeitnehmer der oben privilegierten Nationalitäten dennoch vor ihrer Einreise einen Visumantrag stellen. Aus dem Ausland heraus kann ein Aufenthaltstitel, der zur Arbeitsaufnahme berechtigt, nur als D-Visum beantragt werden, da Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnis nicht getrennt erteilt werden können.

     

    Nähere Informationen zur Erteilung des D-Visums im Falle des internationalen Personalaustauschs finden Sie in dieser Kategorie „Internationaler Personalaustausch“ unter dem Menüpunkt „Nicht-EU-Bürger".

     

    Beachten Sie, dass das D-Visum in der Regel nur für einen Zeitraum von drei Monaten ausgestellt wird. Innerhalb von drei Monaten nach Einreise muss Ihr Arbeitnehmer auf Grundlage des Visums eine Aufenthaltserlaubnis bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragen.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.