Verwaltungsdurchklick

Organisation der Ausbildung

Bei der Planung der Ausbildung müssen eine Reihe von rechtlichen, technisch-organisatorischen, wirtschaftlichen, sozialen und pädagogischen Aspekten beachtet werden.

Die Grundlage für jede Ausbildung ist die gesetzliche Ausbildungsordnung. Die Ausbildungsordnung wird in dem vom Betrieb zu erstellenden Ausbildungsplan umgesetzt. Zum Beginn jeder Ausbildung wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen. Die folgenden Ausklappmenüs beinhalten weitere wichtige Informationen zu Ausbildungsordnung, -plan und –vertrag. Ebenso werden die Themen Auswahl und Integration von Auszubildenden sowie Ausbildungszeit näher beleuchtet.

Nach der Auswahl der passenden Auszubildenden und dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages folgt die Einführung in den Betrieb. Welche Maßnahmen der Betrieb für die Integration eines Auszubildenden leisten kann, beschreibt ausführlich die Internetseite der Bundesagentur für Arbeit. Einen Fragenkatalog für die Einführung eines Auszubildenden in den Betrieb können Sie ebenfalls auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit durchgehen.

Die betriebliche Ausbildung zeichnet sich durch einen praktischen und theoretischen Teil aus. Während die praktischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Betrieb vermittelt werden, wird der theoretische Teil in der Berufsschule behandelt. Die Berufsschulpflicht ist in den einzelnen Schulgesetzen der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg geregelt.

Hinweis: Anträge für Unternehmen zur Anmeldung ihrer Auszubildenden in der Berufsschule stellen die IHK Pfalz sowie die IHK Darmstadt Rhein-Main-Neckar online bereit. Fallen Sie in den Zuständigkeitsbereich anderer Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern setzen Sie sich bitte mit diesen in Verbindung.

Die folgenden Links führen Sie zu Formularen und Dokumenten auf den Seiten der regionalen Kammern, beispielsweise zu Ausbildungsverträgen:

    Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Auswahl und Integration von Auszubildenden

    Eine Checkliste für den Arbeitgeber, inwieweit sich ein Auszubildender für eine Stelle eignet, finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit. Der „Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife“ der Bundesagentur für Arbeit beschreibt Merkmale und Kriterien, welche von Schulabgängern erwartet werden können, bevor sie eine Berufsausbildung beginnen.

     

    Hinweis: Um potentielle Bewerber auf einen geeigneten Ausbildungsplatz aufmerksam zu machen, können Sie folgende Angebote nutzen:

     

    Registrierte Unternehmen können in den gängigen Jobportalen freie Ausbildungsplätze anbieten. Auch der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit unterstützt Betriebe bei der Suche nach einem geeigneten Auszubildenden.

  • Ausbildungsordnung

    Für die staatlich anerkannten Ausbildungsberufe erlässt die Bundesregierung nach dem Berufsbildungsgesetz (§§ 4,5 BBiG) eine bundesweit einheitliche Ausbildungsordnung. Sie beschreibt den jeweiligen Ausbildungsberuf und legt die zu erwerbenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse für alle verbindlich fest.

     

    Hinweis: Eine Zusammenstellung der verschiedenen Ausbildungsordnungen zu unterschiedlichen Berufen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

  • Ausbildungsplan

    Ergänzt durch die von den Bundesländern festgelegten Rahmenpläne für die Berufsschule ergibt sich aus der Ausbildungsordnung der betriebliche Ausbildungsplan (Muster eines Ausbildungsplanes). Zusammen mit den persönlichen Faktoren der Auszubildenden (z.B. Vorbildung) und den betrieblichen Faktoren (inner- oder außerbetriebliche Ausbildung) bildet der betriebliche Ausbildungsplan den individuellen Ausbildungsplan.

     

    Der individuelle Ausbildungsplan soll sicherstellen, dass die Berufsausbildung planmäßig und geordnet verläuft und dass alle Inhalte des Ausbildungsrahmenplanes auch tatsächlich vermittelt werden. Er ist der zuständigen Stelle - zumeist der zuständigen Kammer - zusammen mit dem Ausbildungsvertrag vorzulegen und dem Auszubildenden als Bestandteil des Ausbildungsvertrages auszuhändigen.

     

    Weitergehende Informationen zum Ausbildungsplan finden Sie im Dokument des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Ausbildung & Beruf – Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung“ sowie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

     

    Hinweis: Ein gewählter Betriebsrat hat bei der Aufstellung des Ausbildungsplanes nach § 98 Betriebsverfassungsgesetz ein Mitbestimmungsrecht.

  • Ausbildungsvertrag

    Vor Beginn einer Ausbildung muss zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden ein Ausbildungsvertrag nach dem Berufsbildungsgesetz (§10 BBiG) geschlossen werden. Alle wichtigen Informationen über den Ausbildungsvertrag sind auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit zusammengefasst.

     

    Der Betrieb ist nach §36 BBiG dazu verpflichtet, den unterzeichneten Ausbildungsvertrag unverzüglich an die zuständige Stelle zu schicken. Wer die zuständigen Stellen für die einzelnen Ausbildungsberufe sind, regelt § 71 BBiG.

     

    Hinweis: Einen beispielhaften Antrag zur Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse stellt unter anderem die IHK Pfalz zur Verfügung.

  • Ausbildungszeit

    Der Auszubildende hat die im Vertrag festgelegte Ausbildungszeit zu absolvieren. Es besteht jedoch die Möglichkeit die Ausbildung zu verkürzen oder zu verlängern.

     

    In folgendem Dokument ist die BIBB-Empfehlung zur Abkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit nachzulesen.

     

    Hinweis: Anträge auf Verlängerung oder Verkürzung müssen bei der zuständigen Stelle - zumeist die zuständige Kammer - gestellt werden. Wie dieser aussehen kann, können Sie dem Beispiel auf der Internetseite der IHK Darmstadt Rhein-Main-Neckar entnehmen. Bei Beantragung wenden Sie sich bitte an die für ihr Berufsbild zuständige Stelle.

  • Prüfung

    In der Regel müssen Auszubildende eine Zwischenprüfung etwa in der Mitte der Ausbildungszeit und eine Abschlussprüfung mit Beendigung der Ausbildung ablegen. Jedoch gehen einige Berufe dazu über, eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen ablegen zu lassen. Der erste Teil findet nach ungefähr zwei Jahren statt und testet die Grundqualifikationen. Im zweiten Teil, am Ende der Ausbildung, werden die Spezialkenntnisse für den Ausbildungsberuf geprüft.

     

    Welche Prüfungen abgelegt werden müssen, ist in der Ausbildungsordnung festgelegt. Auch ist darin geregelt:

    • Inhalt der Prüfung
    • Art der Prüfung: mündlich oder schriftlich
    • Zeitpunkt der Prüfung
    • Regularien bei Nichtbestehen der Prüfung: Wiederholung der gesamten Prüfung oder nur einiger Fächer

     

    Unabhängig davon um welche Prüfungen es sich handelt, muss das Unternehmen den Auszubildenden fristgerecht bei der zuständigen Stelle für die Prüfungen anmelden. Fallen Prüfgebühren an, müssen diese vom Unternehmen übernommen werden.

     

    Alles rund um das Thema Prüfungen, ob beispielsweise Prüfungstermine, Anträge und Formulare, Prüfungsstatistiken, Abschluss- und Zwischenprüfungen können auf den Internetseiten der IHK Rhein-Neckar, IHK Darmstadt Rhein-Main-Neckar, der IHK Pfalz, der IHK Rheinhessen, der Bundesagentur für Arbeit, der HWK Mannheim Rhein Neckar Odenwald sowie der HWK Pfalz nachgelesen werden.

     

    Hinweis: Bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung kann diese zweimal wiederholt werden, wobei der Auszubildende die Verlängerung der Ausbildungszeit beantragen und anerkannt bekommen muss. Eine Wiederholungsmöglichkeit, um die Note zu verbessern, besteht nicht. Informationen hierüber erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesinstitutes für Berufsbildung „Prüferportal“. Dieses vom Bundesinstitut für Berufsbildung betriebene Portal enthält zudem hilfreiche Informationen rund um das Thema Prüfung, speziell für Prüferinnen und Prüfer.

     

    Hinweis: Die HWK Mannheim Rhein Neckar Odenwald hat auf ihrer Internetseite die Prüfungsordnung zur Durchführung von Abschluss und Umschulungsprüfungen bereitgestellt.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

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