Verwaltungsdurchklick

Möglichkeiten der Eheschließung

Die Ehe ist in Deutschland durch Artikel 6 des Grundgesetzes geschützt. Unter Ehe versteht der Gesetzgeber aber nur die sogenannte obligatorische Zivilehe. Das bedeutet, dass staatliche Institutionen nur diejenigen als Ehepaar anerkennen, die nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches, also standesamtlich, geheiratet haben. Bis Ende 2008 durfte deshalb in Deutschland auch nur dann kirchlich geheiratet werden, wenn eine standesamtliche Trauung vorausging. Seit Januar 2009 ist diese Verordnung aufgehoben.

Hinweis: Leider können sich manche Menschen ihren Ehepartner nicht selbst aussuchen, denn Zwangsverheiratung wird in einigen Traditionen nicht verboten. In Deutschland jedoch, gilt eine Zwangsverheiratung als Straftat, die sogar eine Freiheitsstrafe mit sich bringt.

Hier erhalten Sie nähere Informationen über die Möglichkeiten zur Eheschließung:

  • Kirchliche Trauung

    Falls Sie sich dafür entscheiden, nicht standesamtlich, sondern ausschließlich kirchlich zu heiraten, sollten Sie beachten, dass aus Sicht des Staates Ihr Zusammenleben in diesem Fall lediglich als nichteheliche Lebensgemeinschaft gilt. Für den Fall, dass Ihre Lebensgemeinschaft scheitert, haben Sie keinen Anspruch auf Unterhalt, das Erbrecht greift nicht und es erfolgt auch kein Zugewinnausgleich.

     

    Hinweis: Die kirchliche Trauung wird entsprechend den Bestimmungen der Religionsgemeinschaften durchgeführt. In der Metropolregion Rhein-Neckar haben sich die katholischen Dekanate und die evangelischen Kirchenbezirke auf einer Internetplattform zusammengeschlossen. Diese und die Adressen weiterer Religionsgemeinschaften finden Sie hier:

  • Standesamtliche Trauung

    Nach Anmeldung der Eheschließung kann innerhalb der darauffolgenden sechs Monate die standesamtliche Ehe geschlossen werden.

     

    Der Ort der Eheschließung ist frei wählbar. Dies geschieht durch die Erklärung der Partner vor dem Standesbeamten, die Ehe miteinander eingehen zu wollen. Die Erklärung kann nur persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Ehegatten abgegeben werden. Sie darf keine Bedingung oder Zeitbestimmung enthalten. Nach der standesamtlichen Trauung erhalten Sie eine Bescheinigung über die Eheschließung sowie weitere Urkunden (z.B. Eheurkunde), falls dies gewünscht ist.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Nachdem Sie Ihren Wohnort ausgewählt haben, können Sie hier weitere Informationen zu den beschriebenen Verfahren nachlesen. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies für Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt.

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.