Verwaltungsdurchklick

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Familien fühlen sich in der Metropolregion Rhein-Neckar wohl, weil sie spüren, dass sie willkommen sind und dass man sich für sie einsetzt. Familienfreundlichkeit gilt hier seit Jahren als einer der wichtigsten Standort- und Wachstumsfaktoren. Es wurden zahlreiche Initiativen gestartet, passende Lösungsansätze entwickelt und diese erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Sowohl in der Personalpolitik der Unternehmen als auch in der kommunalen Familienpolitik rangiert das Schlüsselthema „Familienfreundlichkeit“ weit oben auf der Agenda.

Zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört insbesondere ein ausreichendes und qualitativ hochwertiges Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Dieses Thema erfährt in der Metropolregion Rhein-Neckar besondere Aufmerksamkeit.

Das Forum "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" ist ein Projekt des Arbeitsbereichs „Vitaler Arbeitsmarkt“ unter dem Dach der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Seit 1999 setzen sich die mittlerweile über 500 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam für die Umsetzung zukunftsfähiger Konzepte zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Region ein. 

Hinweis: Zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie bieten die drei Länder jeweils eigene Portale an, die Ihnen dazu hilfreiche Informationen liefern können:

Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Alleinerziehende

    Alleinerziehende erhalten eine finanzielle Unterstützung durch den Unterhaltsanspruch (Betreuungsunterhalt), den der nicht erziehende Elternteil nach bestimmten Kriterien entrichten muss. Falls der andere Elternteil nicht in der Lage ist, Unterhalt zu bezahlen, besteht die Möglichkeit, einen Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt zu beantragen.

     

    Hinweis: Hilfreiche Informationen zum Thema Kindesunterhalt und Familienrecht finden Sie auf der Internetseite des Vereins für Soziales Leben.

     

    Auch das Netzwerk für Alleinerziehende des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und das Handbuch zu Unterstützungsnetzwerken für Eltern mit Schulkindern des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sind nützliche Informationsquellen. In der Broschüre Finanzwegweiser für Alleinerziehende finden Sie 20 Experten-Tipps für Einelternfamilien.

     

    Falls Sie mehr zum Thema Mutterschutzgesetz erfahren möchten, hilft Ihnen der Leitfaden zum Mutterschutz vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend weiter.

  • Anmeldung Kindertagesstätte (KiTa)

    Wenn Sie einen KiTa-Platz für Ihr Kind suchen, können Sie vom Jugendamt oder bei der Stadtverwaltung kostenlose Verzeichnisse der Kindertagesstätten erhalten bzw. direkt von den jeweiligen Internetseiten der Verwaltungen herunterladen. In einigen Gemeinden ist außerdem ein Nachweis erforderlich, der bestätigt, dass beide Elternteile erwerbstätig sind, oder eine Ausbildung absolvieren bzw. beide Elternteile eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder arbeitssuchend sind.

     

    Hinweis: Kümmern Sie sich schon frühzeitig um einen KiTa-Platz für Ihr Kind!

     

    Hinweis: Weitere Informationen zur Anmeldung, oder zum Thema Kindertagesstätten allgemein finden Sie auf der Kinderbetreuungsdatenbank der Metropolregion Rhein-Neckar.

  • Anmeldung Schule

    Ihr Kind ist schulpflichtig, sobald es das sechste Lebensjahr bis zum 31. August eines Jahres erreicht hat. Sie können Ihr Kind auch vorzeitig einschulen, wenn Sie ihm den Schulalltag bereits zutrauen. Außerdem kann die Schule verlangen, dass sich Ihr Kind an einem pädagogisch-psychologischen Test beteiligt, um die Eignung für die vorzeitige Einschulung Ihres Kindes festzustellen. In allen Fragen stehen Ihnen die zuständigen Stellen, wie z.B. die Schulleitung, gerne beratend zur Seite. Nach Abschluss der Grundschule, in der Regel nach vier Jahren, wird eine Grundschulempfehlung gegeben, welche weiterführenden Schulen, wie Werkrealschule, Hauptschule, Realschule, Gesamtschule oder ein allgemeinbildendes Gymnasium u.a., Ihr Kind besuchen soll.

     

    Weitere Hinweise finden Sie in den unten stehenden Leistungsbeschreibungen.

     

    Hinweis: Auch für die Betreuung Ihrer Kinder in den Ferien finden Sie hier in der Kinderbetreuungsdatenbank der Metropolregion Rhein-Neckar passende Angebote. Außerdem gibt es zu diesem Thema auch lokale Angebote der Kommunen. Ein gutes länderübergreifendes Angebot für Feriencamps bietet z.B. die Delta Kids Sport GmbH in Mannheim auf ihrer Seite an.

  • Haushaltshilfen

    Sie können eine Haushaltshilfe bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragen, wenn Ihnen wegen der Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen, oder als Mutter nach der Schwangerschaft eine Haushaltsführung vorübergehend nicht möglich ist. Dabei darf Ihr Kind nicht älter als zwölf Jahre sein und Sie haben keine Verwandten oder andere Personen in Ihrem Umfeld, die die Haushaltsführung vorübergehend für Sie übernehmen könnten. Weiterhin müssen Sie die Haushaltshilfe über einen sogenannten Haushaltsscheck bei der Minijob-Zentrale anmelden.

     

    Hinweis: Haushaltshilfen können Sie zudem steuerlich geltend machen (10% der Kosten für eine 400-Euro-Kraft, aber im Jahr max. 510 Euro gesamt; 12% der Kosten für eine sozialversicherungspflichtige Kraft, aber jährlich max. 2.400 Euro gesamt).

  • Kinderbetreuung

    Mit Hilfe der Kinderbetreuungsdatenbank der Metropolregion Rhein-Neckar können Sie das für Sie passende Kinderbetreuungsangebot finden. In vielen Städten können Sie außerdem Informationen über KiTas aus einer Liste auswählen, die Sie kostenlos vom zuständigen Jugendamt erhalten oder auf der jeweiligen Homepage finden.

     

    Wichtige Informationen zum Thema Kinderbetreuung in der Ferienzeit finden Sie im Ausklappmenü "Anmeldung Schule" auf dieser Seite.

     

    Hinweis: Die Bundesagentur für Arbeit informiert in zahlreichen Broschüren über Angebote speziell für Familien mit Kindern. Weitere umfangreiche Informationen, z.B. zu den Themen „Berufliche Selbstständigkeit“, „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ oder auch „Teilzeitarbeit“, finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

  • Krankheit

    Wenn Sie als Arbeitnehmer längerfristig erkranken, wird Ihnen Ihr Entgelt für die Dauer von sechs Wochen fortgezahlt. Bei längerer Erkrankung kann für gesetzlich Versicherte Krankengeld bis zu 42 Wochen gewährt werden.

     

    Hinweis: Um im Falle einer lange andauernden Arbeitsunfähigkeit (länger als 42 Wochen) finanziell abgesichert zu sein, empfiehlt sich der Abschluss einer Krankengeldversicherung.

  • Pflege

    Pflegebedürftig ist man dann, wenn grundlegende Tätigkeiten des täglichen Lebens für mindestens sechs Monate oder länger nicht ausgeübt werden können. In diesem Fall können Leistungen der Pflegeversicherung beantragt werden. Die Unterstützungs- und Hilfeleistungen der Pflegeversicherung können je nach Grad der Bedürftigkeit variieren (z.B. ambulante Pflege zu Hause oder stationäre Pflege im Heim).

     

    Angehörige, die die Pflege übernehmen, haben Anspruch auf kurzzeitige Freistellung oder Anspruch auf Pflegezeit, die sie bei ihrem Arbeitgeber beantragen können. Zudem stehen Sie als Pflegeleistender eines nahen Angehörigen unter einem Sonderkündigungsschutz.

     

    Pflegestützpunkte: Ansprechpartner für weitere Fragen zur Beantragung von Leistungen zur Behandlung von Erkrankungen, Hilfe bei der Pflege und zur Altenhilfe sind als Folge des Pflegezeitgesetzes die Pflegestützpunkte (PSP). Die PSP verstehen sich als örtliche Anlaufstellen für Pflegebedürftige bzw. deren Angehörigen. Des Weiteren können Sie sich auch von der Pflegekasse beraten lassen.

     

    Hinweis: Der Bund und die drei Länder informieren auf ihren Portalen im Internet über Pflegestützpunkte in der jeweiligen Region:

     

    Pflegeunterstützungsgeld: Seit dem 01.01.2015 können Sie, bei einer akuten Pflegesituation, bis zu zehn Arbeitstage ohne Ankündigungsfrist der Arbeit fernbleiben. Das Pflegeunterstützungsgeld können Sie bei der Pflegeversicherung Ihres Angehörigen beantragen.

     

    Pflegezeit: Wenn Sie die Pflegezeit in Anspruch nehmen, haben Sie das Recht auf eine bis zu sechsmonatige vollständige oder teilweise Freistellung. Außerdem können Sie eine vollständige oder teilweise Auszeit von bis zu 3 Monaten für die Begleitung in der letzten Lebensphase in Anspruch nehmen. Zur besseren Abfederung des Lebensunterhaltes gibt es die Möglichkeit ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) zu beantragen. Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

     

    Familienpflegezeit: Der Bundestag hat im Oktober 2011 den Weg zur Einführung der Familienpflegezeit freigemacht. Zum 1. Januar 2015 trat das neue Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Kraft. Mit der Familienpflegezeit wird flächendeckend die Möglichkeit geschaffen, Pflege und Beruf bis zu zwei Jahre vereinbaren zu können. Die Familienpflegezeit sieht vor, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren können, wenn sie einen Angehörigen pflegen. Zur besseren Abfederung des Lebensunterhaltes gibt es auch hier die Möglichkeit ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) zu beantragen. Weitere Informationen unter www.wege-zur-pflege.de.

     

    Hinweis: Das Familienministerium hat zudem ein Servicetelefon zum Thema Pflege eingerichtet. Dieser Dienst steht Ihnen bei Fragen (unter der Nummer 030-201 791 31; montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr) zur Verfügung. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Seite www.wege-zur-pflege.de.

     

    Hinweis: Die Notfallmappe des Hessischen Sozialministeriums enthält im Wesentlichen Formulare, in die Sie Informationen eintragen können, die in einem Notfall von Bedeutung sein können. Dies umfasst persönliche und medizinische Daten, sowie Vorsorgevollmachten und Verfügungen.

     

    Hier finden Sie außerdem eine Broschüre des Hessischen Sozialministeriums zum Thema Pflegebedürftigkeit.

  • Netzwerke und Projekte in der Metropolregion Rhein-Neckar

    Falls Sie sich über das Thema "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" informieren möchten, oder sich in diesem Bereich engagieren wollen, gibt es in der Rhein-Neckar-Region geeignete Anlaufstellen, die Ihnen eine Orientierung geben können.

     

    Neben dem Forum "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" als regional tätige Einrichtung können Sie sich auch an die Lokalen Bündnisse für Familie der Region Rhein-Neckar wenden, falls Sie Fragen rund um das Thema "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" haben.

     

    Hier finden Sie eine Liste der Lokalen Bündnisse für Familie, die es in der Metropolregion Rhein-Neckar gibt:

     

    Daneben gibt es natürlich eine Reihe weiterer Institutionen und Firmen, die sich diesem Thema professionell angenommen haben. Auch hierbei helfen Ihnen die Ansprechpartner des Forums "Vereibarkeit von Beruf und Familie" gerne weiter.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Nachdem Sie Ihren Wohnort ausgewählt haben, können Sie hier weitere Informationen zu den beschriebenen Verfahren nachlesen. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies für Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt.

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